Freitag, 6. November 2015

Zitate von Kaiserin Elisabeth





Zu ihrer Ehe schreibt sie später: „Die Ehe ist eine widersinnige Einrichtung. 

Als 15-jähriges Kind wird man verkauft und tut einen Schwur, den man nicht versteht und dann 30 Jahre oder länger bereut und nicht mehr lösen kann“.[1] 


Kurz vor ihrem Tod sagt sie: „Ich sehne mich dem Tode. 

Das einzige, was ich mir wünsche ist, nicht
stark und lange zu leiden. Ich hoffe, dass mein Tod schnell und schmerzlos ist. Ich wünsche nicht in einem Bett zu sterben. Ich wünsche mir, dass meine Seele durch eine kleine Öffnung durch das Herz in das Paradies gleitet.“ [2] 


 „Liebe Zukunfts – Seele! 

Dir übergebe ich diese Schriften. Der Meister hat sie mir dictiert, und auch er hat ihren Zweck bestimmt, nämlich vom Jahre 1890 an in 60 Jahren sollen sie veröffentlicht werden zum besten politisch Verurteilter und deren hilfebedürftigen Angehörigen. 
Denn in 60 Jahren so wenig wie heute werden Glück und Friede, das heißt Freiheit auf unserem kleinen Sterne heimisch sein. Vielleicht auf einem Andern? 
Heute vermag ich Dir dies nicht zu sagen, vielleicht wenn Du diese Zeilen liest - Mit herzlichem Gruß, denn ich fühle Du bist mir gut, Titania. 

Geschrieben im Hochsommer des Jahres 1890, und zwar im eilig dahinsausenden Extrazug“ [3]

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 [1] http://www.zeit.de/1997/38/Die_Fremde_am_Hof

[2] Patsouraki, Anita: Sissi, die melancholische Kaiserin. Copyright by: Panagiotis Tsigounis und Joannis Tsilianos, 1999, S. 71

[3] http://www.sissi.de/historisch/poesie_heine.php

Bild: Kaiserin Elisabeth gemalt von Franz Xaver Winterhalter

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