Montag, 9. November 2015

Robert Blum (10.11.1807 - 9.11.1848)

Sein Todestag jährt sich heute zum 167. Mal. 





Doch wer war dieser Mann? Heute kennt ihn kaum jemand mehr. Robert Blum hat in der Revolution von 1848 für ein geeintes Deutschland, Demokratie und Freiheit gekämpft. Außerdem war er einer der wichtigsten Wortführer in der ersten gesamtdeutschen Volksvertretung in der Paulskirche. Ein vereintes Deutschland hätte es also schon 1848 geben können, doch dies ist gescheitert.

Aber erst einmal zum Anfang: Die Menschen waren 1848 unzufrieden, denn die wirtschaftliche Lage führte zu Massenarmut und politischer Unzufriedenheit. Die Menschen wollten ein liberales Deutschland. Europaweit kam es zu Unruhen und Revolutionen. Sie siegten und damit war der Weg frei für die ersten freien Wahlen (Wählen durften: nur Männer, die selbstständig arbeiteten.)  Am 18. Mai 1848 versammeln sich die Abgeordneten der ersten deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche in Frankfurt. Einer von ihnen war Robert Blum.

Da sich aber die verschiedenen Parteien nicht einigen konnten, wurde politisch nichts erreicht. Die Unruhen flammten in Wien wieder auf und Blum reiste nach Wien. Über die Stadt sagte er:“… Wien ist prächtig, herrlich, die liebenswürdigste Stadt, die ich je gesehen. Dabei revolutionär in Fleisch und Blut. In Wien entscheidet sich das Schicksal Deutschlands, vielleicht Europas. “
und „Die Leute treiben die Revolution gemütlich, aber gründlich….“
  
Die Revolution wurde niedergeschlagen und die Wiener Hofburg durch kaiserliche Truppen wieder zurückerobert. Robert Blum und andere Revolutionäre wurden zum Tode verurteilt. 

Am 9. November 1848 wurde Robert Blum im Bezirk Brigittenau bei Wien erschossen. „Ich sterbe für die Freiheit, möge das Vaterland meiner eingedenk sein.“, soll er gesagt haben. 

Damit endete der Traum einer Demokratie in Deutschland. Er starb als Märtyrer. Die Verfassung der Paulskirche trat nicht mehr in Kraft und 1849 wurde das Parlament aufgelöst. Die Monarchien wurden wieder stärker und Franz Joseph kam in Österreich am 2. Dezember 1848  an die Macht. 


Der Stein mit den Namen der zum Tode verurteilten Revolutionäre befindet sich im Währinger Park (18. Wiener Gemeindebezirk, Währing)



                                 


Hermann Jelinek

Alfred Becher

Wenzel Messenhauser

Robert Blum



Anmerkung: Kronprinz Rudolf von Österreich - Ungarn billigte die Ideen der Revolution von 1848.

Quellen:

Vgl. Zerback, Ralf: Robert Blum. Eine Biografie. Leipzig 2007
Vgl. http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/parlamentarismus/1848
Vgl. http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/22560878/4/data.pdf

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen